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Drehofen zum 40. Mal auf die Reise geschickt

Jubiläum der Zement-Produktionslinie bei Zement- und Kalkwerken Otterbein

Großenlüder-Müs. Vor genau 40 Jahren begann eine zukunftsweisende Erfolgsgeschichte: 1982 etablierten die damaligen Kalkwerke Otterbein in Großenlüder-Müs mit ihrer neuen, nach modernsten Gesichtspunkten ausgelegten Produktionslinie für Zement ein weiteres innovatives Standbein. Mit dieser umfangreichen Investition - bei der damals ein Großteil für modernste Umwelttechnik eingesetzt wurde - begann eine neue Ära (siehe auch hier).

Heute sind die Zement- und Kalkwerke Otterbein erfolgreich in den drei Segmenten Kalk, Zement und Mörtel tätig. Vier Jahrzehnte der Zement-Produktion bedeuten auch vier Jahrzehnte, in denen alljährlich der 42 Meter lange Zementdrehofen in den Wintermonaten neu ausgemauert, instandgesetzt und nach neuesten Standards modernisiert wird. Verbunden damit ist auch die schöne Tradition, nach der Reparaturzeit den Zementdrehofen im feierlichen Rahmen zu zünden und erneut auf die so genannte „Ofenreise“ zu schicken. Dieser feierliche Akt stand Anfang März – wenn auch im kleinen Kreis vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie – an: Der Zementdrehofen wurde, begleitet von den besten Wünschen der Geschäftsführer Winfried Müller und Dr. Christian W. Müller sowie dem Werksleiter Dr. Tilman Scholten, dem Abteilungsleiter für die Zement- und Kalkproduktion Klaus Neumann sowie weiteren Mitarbeitern gezündet und auf die Reise in die 40. Ofensaison geschickt.

Die Zahlen und Fakten sprechen für sich: Rund 10 000 Stunden wurden an 30 Tagen gearbeitet, um den Ofen wieder „auf den neuesten Stand“ zu bringen. 40 Mitarbeiter waren in der Reparaturphase eingesetzt und für deren Engagement zollt Werksleiter Dr. Scholten höchste Anerkennung: „Die Arbeiten wurde fachkundig, tatkräftig und zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt. Der gesteckte Zeitplan konnte dadurch sicher gehalten werden.“ Sein Fazit: „Durch diese zuverlässige und rasche Umsetzung sind wir in der Lage, die Versorgung unserer Kunden, die aufgrund der milden Witterung bereits früh in diesem Jahr mit ihren Bauvorhaben gestartet sind, zu gewährleisten und diese mit unseren qualitativ hochwertigen Otterbein-Zementen zu beliefern.“

Während der Reparaturzeit wurden über 100 Tonnen an Feuerfestmaterialien in Drehrohrofen und Wärmetauscher eingebaut. Der Fokus lag in diesem Jahr unter anderem auf dem Austausch eines Teilstücks des Drehofenmantels, dem Herzstück der Zementproduktionsanlage. Nachdem ein wesentlicher Teil des Stahlmantels in 2019 erneuert wurde, wurde nun der verbliebene Teil des Drehrohrs ausgetauscht. Besondere Heraus¬forderung war dabei das passgenaue Herausheben des alten Ofenmantelteils und der millimetergenaue Einbau des neuen Ofenmantelstücks. Abteilungsleiter Klaus Neumann betont: „Diese Maßnahme ist wichtig zur Sicherstellung eines guten Wärmeübergangs im Ofen und für einen energieeffizienten und nachhaltigen Ofenbetrieb.“ Die Investitionskosten für diese Maßnahme liegen bei rund einer halben Mio. Euro. Darüber hinaus konnten die Arbeiten durch die etablierten Standards und die Disziplin aller Beteiligten trotz der anhaltenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie planmäßig durchgeführt werden.

Nach Abschluss der kompletten Arbeiten zeigten sich die Geschäftsführer Winfried Müller und Dr. Christian Müller sehr zufrieden: "Wieder einmal ist unserer Mannschaft diese ‚Mammutaufgabe‘ in idealer Weise gelungen und es macht uns stolz, dass wir den Ofen jetzt vier Jahrzehnte in Folge auch in diesem Jahr auf die Reise schicken konnten.“

Bildunterschrift: Freuen sich über die 40. Jubiläums-Zündung des mächtigen Drehofens: Dr. Christian W. Müller, Klaus Neumann, Dr. Tilman Scholten (v. rechts).

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Düngekalk-Qualität der Zement- und Kalkwerke Otterbein GmbH & Co. KG durch die DLG bestätigt

Regelmäßig wiederkehrende Prüfungen für gleichbleibende Produktqualität – keine Beanstandungen – Produkte dürfen weiterhin DLG-QUALITÄTSSIEGEL führen

(DLG). Die Zement- und Kalkwerke Otterbein GmbH & Co. KG aus Großenlüder hat auch 2021 wieder erfolgreich mit vier Produkten an den jährlich wiederkehrenden Qualitätskontrollen für Düngekalke der DLG teilgenommen. Die Bewertung der Jahreskontrollergebnisse für die Produkte Branntkalk 80 gemahlen, Branntkalk 77 körnig, Kohlensaurer Kalk 85 mikrofein und Kohlensaurer Kalk 80 angefeuchtet "Microcal" ergab keinerlei Beanstandungen, im Gegenteil: Die DLG-Experten können den geprüften und mit DLG-QUALITÄTSSIEGEL für landwirtschaftliche Betriebsmittel prämierten Düngekalken auch weiterhin bestätigen, dass sie die hohen Anforderungen des der Prüfung zugrundeliegenden DLG-Prüfrahmens erfüllen.

Kalkungen sind ein probates Mittel, um den Säuregehalt des Bodens zu regulieren, das Bodengefüge zu verbessern und die Nährstoffverfügbarkeit zu erhöhen. Dementsprechend ist Kalk ein bewährtes Düngemittel. Jedoch gibt es deutliche Unterschiede darin, wie effektiv dieses Düngemittel wirkt. Beim Kalk als Naturprodukt hat beispielsweise die genaue stoffliche Zusammensetzung einen großen Einfluss auf die Wirkung und Reaktionsgeschwindigkeit. Verarbeitungsmerkmale, wie insbesondere die Mahlfeinheit, können diese Effekte verringern oder verstärken.

DLG-geprüfte Düngekalke müssen bereits in der „Grundstufe“ zusätzlich zu den gesetzlichen Anforderungen aus der Düngemittelverordnung eine wirksame interne Qualitätskontrolle im Rahmen eines Audits unter Beweis stellen. Produkte, die darüber hinaus überdurchschnittliche Qualitätseigenschaften aufweisen, werden in der „Premiumstufe“ ausgezeichnet.

„Kalk sorgt unter anderem dafür, dass Böden vorhandenes Wasser besser aufnehmen, speichern und damit für die Pflanzen verfügbar machen können“, stellt der im DLG-Testzentrum für die Betriebsmittelprüfungen zuständige Projektleiter Dr. Michael Eise eine der Kalkwirkungen heraus. Mit Blick auf die Entwicklungen des Klimawandels könne sich dieser Effekt in trockenen Jahren durchaus bemerkbar machen. Darüber hinaus sollte man seiner Meinung nach beim aktuellen Trend zum Humusaufbau auch immer einen Blick auf den Boden-pH-Wert werfen. „Aber nicht zuletzt müssen die Betriebe in der aktuellen Situation mit hohen Diesel- und Strompreisen auf ihre Kosten achten und sich darauf verlassen können, dass zugekaufte Betriebsmittel uneingeschränkt ihren Zweck erfüllen. Dies ist bei allen DLG-geprüften Düngekalken uneingeschränkt und nachgewiesen der Fall“, fügte Eise abschließend hinzu.

Das DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel ist führend in der Qualitätsbewertung aller technischen Produkte sowie Verbrauchs- und Betriebsmittel für die Land- und Forstwirtschaft sowie den Gartenbau. Erfolgreich geprüfte Produkte werden – analog zur DLG-Prämierung im Lebensmittelbereich – mit den Prüfzeichen „DLG-ANERKANNT“ bzw. „DLG-QUALITÄTSSIEGEL“ ausgezeichnet und bieten den Betriebsleitern wichtige Informationen und Entscheidungshilfen für die Investitionsplanung in Agrartechnik und Betriebsmittel. Mit der Teilnahme an DLG-Betriebsmittelprüfungen verpflichtet sich ein Hersteller zusätzlich zur Vergabeprüfung zu einer dauerhaften neutralen Überwachung der Produkte durch die DLG. Hierzu werden durch geschulte Probenehmer jährlich Überwachungsproben beim Hersteller oder auch unangekündigt im Handel gezogen und analysiert.

Großzügige Spende von 5 000 Euro für Renovierung der St.-Georg-Kirche

Nachhaltiges Engagement der Zement- und Kalkwerke Otterbein

Großenlüder. Die Zement- und Kalkwerke (ZKW) Otterbein stehen als Traditionsunternehmen in der Region seit Generationen für nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln. Eine wichtige Leitlinie des Unternehmens ist es dabei, einen aktiven Beitrag für das Gemeinwesen vor Ort zu leisten und dadurch einen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen. Sei es Spenden für Einrichtungen im Ort, wie Kindergarten und Grundschule in Müs, oder eine „Finanzspritze“ für die örtliche Feuerwehr oder den Sportverein – das Unternehmen ist stolz auf die langjährigen und vielfältigen partnerschaftlichen Verbindungen in der Gemeinde. Ganz aktuell hat sich das Unternehmen mit einer Spende von insgesamt 5 000 Euro bei den Renovierungsarbeiten der St.-Georg-Kirche in Großenlüder eingebracht und diese kürzlich an Pfarrer Joachim Hartel und Mitglieder des Verwaltungsrates der Pfarrgemeinde St. Georg in Großenlüder übergeben.

Die finanzielle Unterstützung kommt der Pfarrgemeinde sehr gelegen – angesichts der umfassenden und kostenintensiven Renovierungsarbeiten, die seit dem vergangenen Jahr an der Kirche in Großenlüder durchgeführt werden. Neben Arbeiten an Dachstuhl und Decken machen es großflächige Putzschäden notwendig, das historische Mauerwerk im Innenbereich nach aktuellen Vorgaben von Restauratoren und Denkmalbehörden komplett neu zu verputzen.

Seitens der Planer und ausschreibenden Stellen ist für die Putzarbeiten die Wahl auf historische, reine Kalkputze von Otterbein gefallen. Diese werden speziell für die Denkmalpflege aus einem besonderen Natürlichen Hydraulischen Kalk (NHL) ohne Zusätze produziert, den Otterbein dank des besonderen Muschelkalkvorkommens in Müs als einziger Produzent in Deutschland in der höchsten Festigkeitsklasse herstellen kann.

Dazu erläutern die Otterbein-Geschäftsführer Winfried Müller und Dr. Christian Müller: „Wir freuen uns, dass wir mit dem finanziellen Spendenbeitrag die umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Kirche bei uns im Ort unterstützen können. Auch macht es uns stolz, dass die natürlichen Kalkputze aus der HISTOCAL®- und CALCEA®-Reihe unseres Hauses für die Renovierungsarbeiten ausgewählt wurden.“ Weiter betonten die beiden Geschäftsführer, sei es im Sinne von Nachhaltigkeit und Regionalität ein gutes Signal, dass der lokal produzierte Kalk auch bei der Renovierung der Pfarrkirche St. Georg in Großenlüder zum Einsatz komme und dort einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der wertvollen Bausubstanz für nachfolgende Generationen leisten werde.

Mit Blick auf die noch anstehenden Arbeiten gibt sich Pfarrer Hartel zuversichtlich: „Die Zeichen stehen gut, dass die Renovierungsarbeiten in der Kirche – nicht zuletzt dank des vielfältigen Engagements und der großzügigen Spenden von Mitgliedern aus der Pfarrgemeinde – bis zum Jahresende abgeschlossen sein werden“.

Bildunterschrift: Große Freude bei der Spendenübergabe v. l. n. r.: Simone Kohlmann, Rudi Weber, Pfarrer Joachim Hartel, Manfred Müller, Dr. Christian Müller, Winfried Müller

Ehrungen und Verabschiedungen 2021

Großer Dank für die Treue zum Unternehmen

Großenlüder-Müs. Wenngleich die Zeiten für Zusammenkünfte im Kreis der Mitarbeiter nicht gerade ideal sind, hatte es sich die Geschäftsleitung der Zement- und Kalkwerke Otterbein in Großenlüder-Müs nicht nehmen lassen, ihre Jubilare für 10-, 20-, 25-, 30- und 40-jährige Zugehörigkeit zu ehren. Da eine große und gemeinsame Feier leider nicht umgesetzt werden konnte, empfingen Winfried Müller und Dr. Christian Müller die langjährigen Mitarbeiter „etappenweise“ und in kleinen Gruppen und dankten für das große Engagement über viele Jahre hinweg. Ein Zeichen der Zusammengehörigkeit und ein wirklicher „Wissensschatz“ bedeute das Engagement der langjährigen Mitarbeiter und dies werde von der Geschäftsleitung stets hochgeachtet.

Winfried Müller und Dr. Christian Müller dankten ebenso den Familienangehörigen, die immer wieder Rücksicht auf die flexiblen Arbeitszeiten ihrer Angehörigen nehmen müssten. In persönlichen Ansprachen wurde das Engagement jedes Einzelnen gewürdigt und mit einem Geschenk bedacht.

Seit vier Jahrzehnten ist Rainer Jahn mit von der Partie. Nach seinem Eintritt in das Unternehmen hat er den Mit-Aufbau der Zementanlage bis zur Inbetriebnahme 1982 begleitet. Es folgten Tätigkeiten als Schichtschlosser in der Instandhaltung. Im Zuge der Umbesetzungen wechselte Rainer Jahn in die Rohstoffaufbereitung und in den Kalkbrennbetrieb und zeigte sich mittlerweile über 4 Jahrzehnte hinweg als wirklicher Leistungsträger. Ebenfalls seit 40 Jahren im Unternehmen tätig ist Gerhard Hasenau in der mechanischen Instandhaltung, der seine Laufbahn als Auszubildender zum Betriebsschlosser begann. Nach der Lehre arbeitete er eigenverantwortlich im Bereich der Packmaschinen, Kompressoren, Mischanlage, Palettierer und wie es die Geschäftsleitung humorvoll ausdrückte, „ein Mann für alle Fälle“.

Seit 30 Jahren gehört Martin Gerk dem Unternehmen als Anlagenfahrer der Brennbetriebe Zement und Kalk an. 1996 wurde der Leitstand Zementmühle mit dem zentralen Leitstand für den Gesamtbetrieb zusammengelegt. Nach einer kurzen Übergangsphase wechselte Martin Gerk in den Wärmetauscher im Brennbetrieb Zement, wo er bis heute arbeitet. Ebenfalls seit 30 Jahren ist Markus Haake-Hermann mit von der Partie. Sein Tätigkeitsbereich umfasste zunächst das Aufgabengebiet der Steuerung und Überwachung der Branntkalkmahlanlage. Seit Anfang 2016 ist er in der Qualitätssicherung tätig und seit dem Jahr gleichzeitig Betriebsratsvorsitzender. Auch Thomas Sinn ist seit 30 Jahren im Unternehmen tätig. Nach einem Einstieg als Schlosser war Herr Sinn viele Jahre im Vertriebsaußendienst tätig und betreute v. a. das neue Absatzgebiet in Thüringen. Im Zuge des Aufbaus der Kalkputzlinie für die Denkmalpflege und den ökologischen Hausbau ist Herr Sinn seit 2015 als Produkt- und Anwendungstechniker wieder in unserem Technikum tätig.

Für 25-jährige Betriebszugehörigkeit dankte die Geschäftsleitung Michael Koch, der als Meister in der Elektrowerkstatt tätig ist. Im Herbst 1998 absolvierte Herr Koch nach einer zweijährigen Abendschule die Prüfung zum Industriemeister Elektrotechnik. Mario Deuchert gehört ebenfalls seit 25 Jahren dem Unternehmen an und ist heute als stellvertretender Leiter Produktion Zementproduktion /Kalkbrennbetrieb tätig. 2019 absolvierte Herr Deuchert eine Weiterbildung mit dem Abschluss zum Meister Metallbauer.

Zwei Jahrzehnte gehört Silvia Wenzel mittlerweile dem Unternehmen an. Frau Wenzel war als Großhandelskauffrau zuerst in der Disposition tätig und wechselte dann in den Einkauf mit dem Schwerpunkt der Beschaffung aller Verpackungsmaterialien. Dies erfordert grade in der heutigen Zeit einen hohen Planungsaufwand, um die enormen Schwankungen auf den Beschaffungsmärkten zu bewältigen. Der heutige Leiter des Steinbruchbetriebs, Bernhard Pfohl ist ebenfalls seit 20 Jahren im Unternehmen Otterbein tätig. Er wurde ehemals als Mulden-, Bagger- und Radladerfahrer im Steinbruch eingestellt. Seit 2004 ist er Leiter des Steinbruchbetriebes und Sicherheitsbeauftragter in diesem Bereich, das sowohl die qualitative als auch die quantitative Rohstoffsicherung umfasst. Daneben werden auch alle Fragen des Naturschutzes und der Sprengmodalitäten zum Rohstoffabbau von Herrn Pfohl gemanagt. Uwe Schreiner ist ebenfalls mittlerweile 20 Jahre in unserem Unternehmen tätig und Leiter der Produktionsabteilung Branntkalkveredelung und ungebrannte Kalke. Herr Schreiner ist ebenfalls verantwortlich für die Mischanlage aller Kalk- und Bindemittelprodukte. Die starken Absatzschwankungen gerade in diesem Bereich verlangen eine hohe Flexibilität im Arbeitseinsatz, die Herr Schreiner über viele Jahre hinweg organisatorisch sicher bewältigt. Zwei Jahrzehnte arbeitet Michael Neumann als sehr verantwortungsvoller Anlagenfahrer am Zementdrehofen in der Vorcalcinierung. Seit 2007 übt Herr Neumann ebenfalls die Feuerfest-Reparatur in Eigenverantwortung für den Klinkerbrennbetrieb aus.

Zehn Jahre in unserem Unternehmen ist Thomas Feucht. Ebenfalls als Anlagenfahrer am Zementdrehofen in der Vorcalcinierung leistet Herr Feucht einen hohen Arbeitseinsatz und ist wesentlich für eine gute Anlagenverfügbarkeit verantwortlich. Auch Herr Feucht absolvierte einen Lehrgang „Feuerfest“, der ihn zur Ausmauerung und Reparatur des Feuerfestmaterials befähigt.
Im Jahr 2011 kam Michael Schweimer als Leitstandfahrer in unser Unternehmen, heute ist er als Mitarbeiter im Steinbruchbetrieb für die SKW Flotte tätig. Ebenfalls seit zehn Jahren ist Sonja Hofmann als Mitarbeiterin im Vertriebsinnendienst dabei. Ihre freundliche und kommunikative Art wird dabei allseits sehr geschätzt. Ebenfalls als Anlagenfahrer ist Aco Ivanovski an den Kalkschachtöfen tätig. Er kam vor zehn Jahren zum Unternehmen, nachdem sein Vater ebenfalls über Jahrzehnte in diesem Bereich arbeitete. Roland Faust ist als Kraftfahrer seit 10 Jahren in unserer werkseigenen Spedition beschäftigt und ein allseits gern gesehener Mitarbeiter bei unseren Kunden.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden Josef Odenwald und Theo Schrimpf nach 45- bzw. 42-jähriger Mitarbeit in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Richtigstellung zum Artikel in der FudaerZeitung vom 19.11.2021

Der in der FuldaerZeitung vom 19.11.2021 unter der Überschrift „Widerstand gegen Erweiterung wächst“ erschienene Artikel enthält zahlreiche Irreführungen und massive Falschbehauptungen, zu denen wir wie folgt Stellung nehmen:

1. Die Ausführungen in dem Beitrag suggerieren, dass die Auswirkungen auf Menschen, Natur, Umwelt, Grundwasser, Gebäude in Folge der geplanten Steinbrucherweiterung bereits bekannt seien und feststehen würden. Dies ist falsch.

Richtig ist:

  • Entsprechend der frühzeitigen und transparenten öffentlichen Vorstellung des Vorhabens zur Rohstoffsicherung befindet sich unser Unternehmen in der Vorbereitung zum formalen Genehmigungsprozess. Momentan werden alle relevanten Aspekte beispielsweise zu Umwelt, Emissionen und Hydrogeologie durch unabhängige Fachexperten gutachterlich geprüft, untersucht und ausgewertet. Priorität hat dabei die Ausarbeitung einer soliden Faktenbasis zur verantwortungsvollen und sachorientierten Planung des Vorhabens. Unser Unternehmen steht dazu im gesamten Prozess im regelmäßigen Austausch mit den Fachexperten sowie den zuständigen Fachbehörden. Erst wenn alle relevanten Gutachten und Unterlagen vorliegen, stellen wir den Antrag beim Regierungspräsidium Kassel. Nur wenn die behördliche Prüfung zu dem Ergebnis kommt, dass das Vorhaben die hohen Anforderungen erfüllt, kann eine Genehmigung erteilt werden.
  • Für das formale Genehmigungsverfahren ist zudem eine Öffentlichkeitsbeteiligung vorge-sehen. Somit wird gewährleistet, dass die Öffentlichkeit umfassend und rechtzeitig informiert und einbezogen wird, sobald alle erforderlichen Untersuchungen abgeschlossen sind.
  • Um die Transparenz bereits im Vorfeld zum formellen Genehmigungsverfahren zu erhöhen und den Dialog zu fördern, hat unser Unternehmen frühzeitig und freiwillig einen neuen Bereich auf der Website (www.zkw-otterbein.de/nachbarschaftsdialog) online gestellt und eine regelmäßig stattfindende Bürgersprechstunde eingerichtet. Als traditionsreicher und verantwortungsvoller Arbeitgeber im Ort sehen wir es als wichtig an, sachlich zu informieren und einen guten Austausch zu gewährleisten. Dabei gilt es, irreführenden Gerüchten und Falschmeldungen entgegenzuwirken und faktenbasiert aufzuklären. Uns ist ein sachliches Miteinander wichtig, gerade auch mit Blick auf den langfristigen Planungshorizont. Auch für uns ist Müs schließlich ein Stück Heimat. Hier arbeiten wir seit Jahrzehnten und viele unserer Mitarbeiter leben hier.

 

2. Die Ausführungen in dem Beitrag suggerieren, dass die Ausgestaltung des Kalksteinabbaus im geplanten Erweiterungsgebiet bereits heute feststehen würde. Dies ist falsch.

Richtig ist:

  • Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für die geplante Steinbrucherweiterung ist durch qualifizierte Gutachter und Fachexperten u.a. auch ein Gutachten zur Abbautechnologie zu erstellen. Die geeignete Abbautechnologie wird dabei in Abhängigkeit vielschichtiger Kriterien geprüft und ausgearbeitet (bspw. Rohmaterialbeschaffenheit, potentielle Erschütterungs-, Lärm-, Staubemissionen, Auswirkungen auf Mensch, Gebäude usw.), um die Auswirkungen auf Mensch und Gebäude auch bei allmählich abnehmendem Abstand zur Ortslage gering zu halten. Hierbei wird auch geprüft, in welchem Umfang ein sprengstoffloser Abbau im Erweiterungsgebiet möglich und sinnvoll ist. Ganz gleich welche Abbautechnologie zum Einsatz kommt, wird eine Genehmigung nur erteilt, wenn Schäden an Gebäuden, Gefahren für Mensch und Gesundheit komplett ausgeschlossen sind.
  • Zu den aktuellen Erschütterungswerten in Folge von Sprengungen ist festzuhalten, dass die Einhaltung der gesetzlichen Emissionsgrenzwerte für unser Unternehmen höchste Priorität hat. Alle Sprengerschütterungen werden in nahgelegenen Wohnhäusern im Ort Müs kontinuierlich gemessen, aufgezeichnet und überwacht. Die Auswertungen der kontinuierlichen Messungen durch unabhängige Sprengsachverständige zeigen, dass diese extrem niedrig sind und weit unter den zulässigen Anhaltswerten der gültigen Normen liegen. Die aktuellen Messwerte der Erschütterungsmessungen sind auf unserer Homepage nach jeder Sprengung transparent abrufbar. Die Messwerte dokumentieren, dass keinerlei Gefahr für entfernte und angrenzende Gebäude besteht. Eine Schädigung oder gar Zerstörung von Bausubstanz kann ausgeschlossen werden.

 

3. Die vorgebrachte Behauptung, dass die Grundschule in Müs zukünftig in Folge von Sprengungen geräumt werden müsse, ist nicht zutreffend und entbehrt jeder Grundlage (siehe hierzu auch Punkt Nr. 2).

 

4. Die Ausführungen in Bezug auf die in dem Artikel genannten Luftemissionen wie „Dioxine und Furane, Schwermetalle wie Arsen, Cadmium und Quecksilber sowie Feinstaub“, die bei der Zementklinkerherstellung entstehen würden, sowie die Bezüge zu den Emissionswerten des Landkreises Fulda aus dem Emissionskataster sind grob irreführend und entsprechen nicht den Tatsachen.

Richtig ist:
Für die Zement- und Kalkindustrie in Deutschland gelten – sinnvollerweise – äußerst strenge gesetzliche Regelungen in Form von Grenzwerten, die vom Gesetzgeber im Sinne des Schutz- und Vorsorgegedankens für die Bevölkerung und Umwelt erlassen werden. Die geltenden Grenzwerte zählen zu den strengsten weltweit. Das ist auch gut so, weil wir als Industrienation darauf bedacht sein müssen, unsere Umwelt langfristig für uns alle zu erhalten. Im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes sind bei Einhaltung der Grenzwerte keine Gefährdungen für die Gesundheit von Menschen und Tieren oder Schäden für die Umwelt zu erwarten. Die industrieweit gültigen Grenzwerte gelten auch für die Zement- und Kalkwerke OTTERBEIN. Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben werden Emissionen mit Hilfe von speziell dafür zugelassenen und kalibrierten Messgeräten gemessen und aufgezeichnet und durch die Genehmigungsbehörde überwacht. In allen Produktionsprozessen werden bei den Zement- und Kalkwerken OTTERBEIN entsprechend der Genehmigungen und gesetzlichen Vorgaben Filteranlagen nach dem aktuellen Stand der Technik betrieben. Die von unserem Betrieb einzuhaltenden Emissionsgrenzwerte werden entsprechend den strengen immissionsschutzrechtlichen Vorschriften zum Schutz von Umwelt und Menschen sicher eingehalten und deutlich unterschritten. Dies ist transparent anhand der auf unserer Website publizierten Emissionsdaten nachzuvollziehen.

 

5. Die von Herrn Dietrich vorgebrachten persönlichen Beleidigungen stehen für sich und offenbaren fehlende Argumente und mangelhafte Sachkenntnisse. Wir laden ihn herzlich zu einem der nächsten Termine der Bürgersprechstunde ein, um die bestehenden Wissenslücken mit Fakten aus erster Hand zu schließen.


Mit dem geplanten Rohstoffvorhaben sichert unser Betrieb langfristig nicht nur die Verfügbarkeit unserer hochwertigen Produkte für unsere Kunden, sondern auch rund 130 Arbeitsplätze bei uns und schätzungsweise 500-600 weiterer Arbeitsplätze bei unseren Partnerbetrieben in der Region sowie die stabilen Einnahmen für die Gemeinde von einem ihrer größten Gewerbesteuerzahler. Durch unseren Betrieb werden in unserer Region kurze Wege zwischen Produzent und Verbrauchern im Sinne des Klimaschutzes gewährleistet.

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