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Umweltinnovationsprojekt erfolgreich abgeschlossen

Zukunftstechnologie senkt Emissionen und schont Ressourcen

Großenlüder-Müs, 11.05.2026. Mit der jüngst erfolgten Veröffentlichung des Projekt-Abschlussberichts wurde das im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) geförderte Demonstrationsvorhaben „HGF-SCR-Anlage“ der Zement- und Kalkwerke (ZKW) OTTERBEIN offiziell abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen: mit der innovativen Technologie werden Emissionsminderung und Ressourceneffizienz erfolgreich im Rahmen der Zementherstellung in Großenlüder-Müs verbunden – zugleich stärkt das Vorhaben den Industriestandort in der Region.

Vor etwa drei Jahren hatte ZKW OTTERBEIN mit dem Start des Investitionspakets „OTTERBEIN ZEMENT ECO-PLUS 2023“ angekündigt, neue Maßstäbe bei der nachhaltigen und umweltschonenden Zementproduktion am Standort in Großenlüder-Müs setzen zu wollen. Kern des Projekts war die weltweit erstmalige Umsetzung einer neuartigen Kombination aus Heißgasfilter (HGF) und nachgeschalteter katalytischer Abgasreinigung (SCR) im großtechnischen Maßstab (sog. „HGF-SCR-Anlage“) an der Zementdrehofenanlage bei OTTERBEIN.

Die innovative Anlage ist seit geraumer Zeit erfolgreich in Betrieb. Die Projektumsetzung wurde durch ein umfangreiches Messprogramm und durch das Umweltbundesamt (UBA) sowie weitere Fachexperten aus Ministerien, Behörden, Universitäten und Verbänden eng begleitet. Von bereits vor Projektbeginn geringen Emissionsniveaus am Standort unterhalb der jeweils geltenden Grenzwerte ausgehend, konnten die Emissionen durch die neue Anlagentechnik nochmals erheblich gesenkt werden:

  • weitergehende Minderung von Ammoniak (NH₃) um 85 %,
  • weitergehende Minderung von Stickoxid (NOₓ) um 17 % sowie
  • zusätzliche Minderung weiterer Emissionsgrößen, wie z. B. organische Emissionen.

Gemeinsam mit dem Anlagenlieferanten wurden zudem weitere Maßnahmen vereinbart, um die Leistungsfähigkeit der Anlagentechnik künftig noch weiter zu optimieren. „Der erfolgreiche Abschluss des Förderprojekts dokumentiert, dass die innovative Umwelttechnologie in unserer Produktion zuverlässig funktioniert und einen messbaren Beitrag leistet“, erklären die OTTERBEIN-Geschäftsführer Dr. Christian W. Müller und Winfried Müller. „Zugleich stärkt die erfolgreiche Umsetzung des zukunftsweisenden Vorhabens unseren Standort und sichert Arbeitsplätze in der Region.“

„Wir sind stolz auf die Leistung unseres Teams, das die neue Anlagentechnik erfolgreich in den Betrieb integriert und die erwarteten Verbesserungen zuverlässig erreicht hat“, sagt Werksleiter Dr. Tilman Scholten.

Die innovative Umwelttechnik bei OTTERBEIN gilt damit als richtungsweisendes Beispiel für emissionsarme und effiziente Produktionsprozesse in der Zementindustrie. Das seit 1889 bestehende Familienunternehmen wird auf dieser Basis den eingeschlagenen Weg hin zu einer nachhaltigen und zukunftsgerichteten Zementproduktion konsequent fortsetzen.

Bildunterschrift: Umweltinnovation im Einsatz - die Heißgasfilter-SCR-Anlage bei ZKW OTTERBEIN in Großenlüder-Müs

Weitere Informationen zum Projekt und zum Abschlussbericht sind online abrufbar: https://www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte/verfahrens-und-anlagentechnische-demonstration-eines-neuartig-integrierten-heissgasfilter

ZKW Otterbein schickt Zementdrehofen auf die 44. Ofenreise

Startschuss für Bausaison 2026

Großenlüder-Müs, 27.03.2026. Mit der traditionellen Zündung des Zementdrehofens haben die Zement- und Kalkwerke (ZKW) OTTERBEIN Mitte März die 44. Ofenreise gestartet. Pünktlich zum Start von vielen Bauprojekten markiert die feierliche Ofenzündung, begleitet mit den besten Wünschen von Geschäfts- und Werksleitung sowie Mitarbeitenden, den Start in die neue Produktionssaison 2026 und steht für Kontinuität, Verlässlichkeit und Teamleistung.

Im Rahmen der rund neunwöchigen Revisionsarbeiten wurden die Produktionsanlagen umfassend instandgesetzt und gezielt weiterentwickelt. Der rund 42 Meter lange Drehofen, in dem Zementklinker bei Flammentemperaturen von bis zu 2.000 Grad Celsius gebrannt wird, stellt höchste Anforderungen an Technik und Material. Entsprechend wurden rund 100 Tonnen Feuerfestmaterial erneuert, um einen sicheren und stabilen Betrieb über die gesamte Ofenreise hinweg zu gewährleisten.

Neben den Arbeiten an der Ofenanlage wurden auch die Rohmehl- und Zementmahlanlagen akribisch instandgesetzt. Ergänzend dazu wurden gezielte Optimierungen der betrieblichen Abläufe zur weiteren Verbesserung der Prozessstabilität und zur Steigerung der Energieeffizienz realisiert. Begleitend wurden zudem vorbereitende Maßnahmen im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen am Standort durchgeführt.
„Mit der Ofenzündung schaffen wir die Grundlage für einen stabilen und nachhaltigen Anlagenbetrieb – und damit für eine leistungsfähige und verlässliche Versorgung unserer Kunden mit unseren hochwertigen Zementprodukten in der laufenden Bausaison.“, erklärt Geschäftsführer Dr. Christian W. Müller. „Unser Anspruch ist es, Qualität, Liefersicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit dauerhaft auf hohem Niveau zu gewährleisten.“, betont Geschäftsführer Winfried Müller.

„Mehr als 20.000 Arbeitsstunden wurden im Rahmen der diesjährigen Winterrevision geleistet. Die Arbeiten konnten dank hoher Sicherheitsstandards und großem Engagement aller Beteiligten sehr erfolgreich umgesetzt werden. Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden und Partnerfirmen, die den straffen Terminplan mit großer Professionalität realisiert haben.“, so Werksleiter Dr. Tilman Scholten.

Bildunterschrift: Den Zementdrehofen auf die 44. Ofenreise geschickt: Dr. Christian W. Müller, Winfried Müller, Dr. Tilman Scholten und Mario Deuchert (v. rechts).

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OTTERBEIN unterstützt nachhaltigen Naturschutz in der Caselower Heide

Großenlüder-Müs, 10.02.2026. Seit vielen Jahren unterstützen die Zement- und Kalkwerke (ZKW) OTTERBEIN die Deutsche Wildtier Stiftung mit einer Patenschaft für das Nationale Naturerbe Caselower HeideWir freuen uns, durch dieses langfristige Engagement einen Beitrag zum Erhalt und zur Weiterentwicklung wertvoller Naturflächen leisten zu können und wertvolle Lebensräume dauerhaft zu sichern.

Zu den geförderten Maßnahmen zählen der Waldumbau zu naturnahen Laubmischwäldern, regelmäßiges Fotomonitoring, Brutvogelkartierungen sowie Untersuchungen zur Verbesserung des Wasserhaushalts. Diese Aktivitäten stärken die biologische Vielfalt und schaffen stabile Lebensbedingungen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Den aktuellen Patenbericht mit allen Informationen stellen wir hier zum Download bereit.

Investition in 100-Tonnen-Großbagger für Kalksteinabbau

Großenlüder-Müs, 4.11.2025. Mit der Investition in einen neuen Liebherr R 998 Raupen-Großbagger wurde jüngst bei den Zement- und Kalkwerken (ZKW) OTTERBEIN eine zukunftsweisende Anschaffung realisiert. Der Bagger erweitert ab sofort den Maschinenpark im werkseigenen Steinbruch und bringt modernste Technik, hohe Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit in den täglichen Betrieb.

Der neue Raupen-Großbagger wurde unter anderem für den selektiven und sprengstofflosen Abbau eines besonderen Kalksteins angeschafft, aus dem der Betrieb als einziges Unternehmen in Deutschland Natürlich Hydraulischen Kalk (NHL) in der höchsten Festigkeitsstufe herstellt – u.a. beliebt für anspruchsvolle Sanierungen im Bereich Denkmalpflege oder für raumklimafördernde Kalkputze im ökologischen Hausbau.

Mit einem Gewicht von ca. 100 Tonnen überzeugt der neue Bagger durch eine hohe Reißkraft von 426kN, robuste Bauweise und bietet gleichzeitig eine präzise Steuerung. Der Einsatz von Biohydrauliköl trägt zu einem ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Betrieb bei. Ein speziell für den Einsatz konstruierter Reißlöffel, sorgt für ein optimales Eindringverhalten in das zu gewinnende Material. Zusätzlich bietet die komfortable Fahrerkabine mit ergonomischer Ausstattung, exzellenter Rundumsicht und modernster Assistenztechnik deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen für die Maschinenführer.

„Mit dem neuen Liebherr-Raupenbagger investieren wir in Leistung, Nachhaltigkeit und unsere Belegschaft“, erklärt Bernhard Pfohl, Abteilungsleiter des OTTERBEIN-Steinbruchbetriebs. „Gerade beim selektiven Abbau unseres besonderen Kalksteins zeigt die Maschine ihre Stärken – und unsere Mannschaft ist stolz darauf, mit dieser modernen Technik zu arbeiten. Das ist ein echter Gewinn für unseren gesamten Betrieb.“ Mit dieser Anschaffung stärkt ZKW OTTERBEIN seine technologische Leistungsfähigkeit und sichert zugleich die Qualität und Zukunftsfähigkeit seiner einzigartigen Kalkprodukte.

Neue Studie zur Rauchgasreinigung: Kalkhydrat überzeugt im Vergleich zu Natriumbicarbonat

Der Bundesverband Kalk hat eine aktuelle Studie zum Einsatz von Kalkhydrat in der Rauchgasreinigung beauftragt. Die Ingenieurgesellschaften ENVERUM und ete.a untersuchten die ökologischen und ökonomischen Aspekte von Kalkhydrat im Vergleich zu Natriumbicarbonat in verschiedenen Trockensorptionsverfahren.

Wichtige Ergebnisse auf einen Blick:

  • Kalkhydrat überzeugt insbesondere bei neuen Emissionsanforderungen mit hoher Effektivität und Prozesssicherheit
  • Bei Verfahren mit Kalkhydrat sind geringere Gesamtbetriebskosten, ein einfacheres Handling und eine bessere CO₂-Bilanz nachgewiesen worden
  • Im Kontext einer möglichen Integration von Post-Combustion-Carbon-Capture-Anlagen (PCCC) bietet Kalkhydrat eine zukunftssichere Lösung
  • Die Konfiguration V5 – eine konditionierte Trockensorption mit Kalkhydrat, SNCR und Rauchgas-/Kondensationswäscher – hat sich als technisch und wirtschaftlich besonders vorteilhaft erwiesen

Eine Executive Summary mit den wichtigsten Erkenntnissen ist HIER abrufbar. Die vollständige Studie finden Sie unter auf der HIER auf der BVK-Website.

Weitergehende Informationen zu den OTTERBEIN-Kalkydrat-Systemlösungen für die Luftreinhaltung finden sich HIER.

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